Neurodivergenz Austauschthread

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Kommentare

  • Talia56Talia56

    Posts: 2,567

    Die Neurodivergenz der Kinder macht mich voll fertig. Ich bin schon so genervt und angepisst, dass alles so anstrengend und herausfordernd sein muss. ☹️
  • NiNoNiNo

    Posts: 302

    @Talia56 eine Freundin von mir hat Kinder ohne Neurodivergenz und ist auch voll fertig. Ich selbst hab gerade Migräne.

    Ich glaub, es gibt Tage wo es mit oder ohne Neurodivergenz schwierig ist und Pause braucht 😅

  • Talia56Talia56

    Posts: 2,567

    edited 22. August, 16:28
    @NiNo ja, das sag ich auch nicht. Aber den Mehraufwand, den man mit neurodivergenten Kindern hat, das kann man einfach nicht negieren. Was nicht heißt, dass nicht jede:r sein Packerl zu tragen hat. Das will ich hiermit niemandem absprechen.
  • yve412yve412

    Posts: 1,429

    edited 22. August, 17:20
    @Talia56 schicke gute nerven rüber 🍀 und dass es bald besser wird

    der urlaub heuer war bei uns katastrophal, so wie der jetzige war, wars auch noch nie.. ich glaub die vorpübertät spielt schön langsam auch mit bei uns 😔 ich hoffe, dass sich das irgendwie wieder "bessert" - ich bräuchte urlaub vom urlaub aber ohne kinder 🙉🫠
  • NastyNasty

    Posts: 17,752

    @Talia56 ich fühle mit Dir. Hier ist es im Moment auch nicht auszuhalten.

    Keine Ahnung ob die Ferien zu lang dauern, der Mond schlecht steht oder einfach Pubertät und Vorpupertät das Verhalten verschlimmern.

    Ich tu und mach und bring und hol, Ausflüge, Freunde...Alles erlaubt und trotzdem ist dazwischen keine Sekunde Ruhe. Was hier geschrien und gestritten wird, ist wirklich eine Katastrophe.
  • Talia56Talia56

    Posts: 2,567

    @yve412 und @Nasty danke. :*

    Ich weiß auch nicht, warum es zu bestimmten Zeiten schlimmer ist als an anderen Tagen, da so viel Faktoren zusammenspielen, dass man es wahrscheinlich gar nicht ausmachen kann.

    Ich hab auch das Gefühl, dass ich nur mach und tu und versuche, mein bestes zu geben, und dann kriegt man kaum was zurück außer Gemotze und Gejammer. Aber ja, so ist das halt. Man macht ja die Dinge eh nicht, um viel zurückzubekommen, aber so ein bisschen Achtung erwarte ich mir schon. Bei uns wird auch so viel gestritten und geschrien, das ist echt nicht lustig. Und dieses ewige Diskutieren und die negative Stimmung zieht mich noch mehr runter. Wegen Körperpflege stundenlang zu diskutieren macht mich z.B. wahnsinnig. Oder dieses Chaos, was sie hinterlassen...da zahlt sich Aufräumen gar nicht aus, weils nach 5 Minuten wieder so ausschaut. Und ich will aber nicht in einer Messi-Wohnung leben. Aber das lässt sich kaum vermeiden und frustriert mich wirklich sehr. Ich könnte so viel aufzählen...da wird man eh nicht fertig. :/
  • Bei uns war es auch sehr anstrengend die letzten beiden Tage, ev echt schon zu lange Ferien
  • cornicorni

    Posts: 8,821

    Oje, Messi kenne ich auch @Talia56 Und zwar so richtig.
    Teilweise komme ich nicht mal bei der Türe rein...

    Ich werf jetzt alles immer in eine riesen Schachtel, was am Abend noch in Wohnzimmer gerumliegt.
    Die Schachtel ist riiiiiiiiieeeeeesig und es ist schon einiges drin. 😅
    Auch vieles, was offenbar nicht mehr gebraucht wird. Das kommt dann bald mal ganz weg...
  • Talia56Talia56

    Posts: 2,567

    @corni ja, bei uns ist eh oft auch „aus den Augen, aus dem Sinn“ und das klappt dann ganz ok mit Wegwerfen. Sie dürfen es nur nicht sehen, dass ichs entsorge. 🙈
  • @corni ich denk auch, daß das mit den doppelt besetzten Stunden in der MS gut abgedeckt werden kann. Bei uns in Wien wird das auch in der VS in den I-Klassen so gemacht mit den doppelt besetzten Hauptfächern. SAs gibt es nur in Ausnahmefällen, meist bei Kindern mit hohem IQ die in einer Sonderschul-Klasse intellektuell unterfordert wären, aber durch Autismus o.ä. intensive Betreuung brauchen.

    Individuelle Begleitung ist halt wirklich die teuerste Lösung, wundert mich nicht, daß jetzt auch die anderen Bundesländer eher auf I-Klassen umstellen - allerdings müssen sie diese dann auch anbieten, einfach nur ersatzlos die Assistenzen streichen kanns nicht sein.
  • Talia56Talia56

    Posts: 2,567

    @melly210 ja, aber wie du schreibst, dann muss es schon eine I-Klasse sein. Das ist es ja bei ihnen eigentlich nicht, da spielt nur mit, dass es eine Mittelschule ist und dort das Konzept halt grundsätzlich so ist, dass in den sog. Hauptgegenständen immer zwei Pädagogen sind.

    Und ja, das System mit Assistenten ist am teuersten, aber für manche Kinder wäre es aber das, was es braucht, damit sie erfolgreich im Schulsystem sein können.
  • Hey, ich bin gerade zufällig auf diesen Thread gestoßen und hätte eine generelle Frage. Meine Tochter ist schon mal auf ADHS getestet worden, dabei kam nichts heraus. Ich glaube eher, dass sie hochsensibel ist. Aber meines Wissens nach gibt es für Hochsensibilität keine wirklichen Test oder Diagnosen - oder? Was habt ihr da bei euren Kindern gemacht oder wie kann ich das genauer herausfinden? Es wäre sehr hilfreich, damit ich dann mit ihr gemeinsam einen guten Weg finden kann, um damit umzugehen... Danke schon mal an euch :-)
  • @sunshine_mum Hochsensibilität ist im Normalbereich, deshalb gibt es da auch keine Diagnosen. Habt ihr schon mal Ergotherapie gemacht ? Wenn sie eher unruhig ist, kann ihr das ev helfen sich selber besser zu spüren und dadurch ruhiger zu werden. Ev kann dir der Kinderarzt wegen Unruhe/Wahrnehmungsproblemen ein Rezept ausstellen.
  • @sunshine_mum mein Sohn hat ADS und dadurch auch Hochsensible.

    Wir machen Ergotherapie und als Elternteil muss man geduldig sein. Ich hab gemerkt, dass Dinge bzw Situationen die ganz schlimm im Kleinkindalter waren, jetzt mit 7 besser zu handhaben sind.

    Bsp Mund. Es gibt vieles was er nicht ißt, weil es sich für ihn seltsam im Mund anfühlt. Zahnarzt war eine Katastrophe. Der Gedanke der ganzen Lichter, Geräusche und dann Spiegel etc im Mund war einfach zuviel. Hat mit Panikattacken geendet.

    Der Zahnarzt den wir haben geht darauf ein.
    Kinder bekommen Sonnenbrillen, Kopfhörer und er empfiehlt auch anfangs
    alle 2-3 Monate zu kommen, damit das Kind es als normal ansieht, dass da jemand in den Mund schauen möchte

    Das geht jetzt ohne Panikattacken.

    Bei der Ergo haben sie mit ihm Übungen gemacht, dass bei Überfordung von äußeren Reizen das ebenfalls nicht in Panik endet.

    Andere Dinge/ Situationen gehen bis heute schwer. Besonders Geräusche und alles was sich zu weich im Mund anfühlt, Barfußlaufen.
  • Wir sind gerade bei der Hälfte der 2 Ergorunde. Die Schule hat wieder gestartet und ich bekomme das Feedback von der Lehrerin, das eine Therapie um sich zu konzentrieren und fokussieren angebracht wäre.

    Toll, also hat die Ergo wenig genutzt?

    Medikamente möchte ich nicht Zwerg unbedingt verordnen lassen.

    Was macht ihr für die Konzentration bei ADHS?
    Könnt ihr in Wien einen Therapeuten empfehlen?

    Danke!
  • @NiNo genau das wird ja bei der Ergo gemacht oder?! Die Lehrerin kennt die Diagnose? Nimmt sie Rücksicht?
  • @Talia56 ja die Lehrerin kennt die Diagnose. Nimmt sie Rücksicht? Ich glaube so gut sie kann.

    Ändert leider nichts daran, dass wir uns das Schuljahr durchkämpfen müssen, weil das Konzentrieren/ Fokussieren schwer fällt.

    Die Lehrerin arbeitet bereits mit einer Zeitige, um die Kinder auf Schularbeiten vor zu bereiten. Das ist für Zwerg wahnsinnig stressig.

    Das Konzentrieren und das mit Zeitdruck ist ihm zuviel. Wir üben jetzt zu Hause, damit er sich daran gewöhnt.
  • NastyNasty

    Posts: 17,752

    edited 18. September, 03:20
    @Nino ist er nicht erst in der 1. Oder 2. Klasse? Zeitdruck? Schularbeitsvorbereitung in der 3. Schulwoche?
    Klar, bei Ansagen oder Tests kommt es schon mal zu Stress, aber mir erscheint das früh.

    Ihr hattet jetzt 15x Ergo? Man darf sich keine Wunder erwarten. Ich war mit 2 Kindern 2 Jahre, allerdings vor der Schule.

    Ich hab hier 2x adhs und 1x ads, mal läuft es besser, mal schlechter. Und jetzt in der MS bei der großen kommt es drauf an wie der jeweilige Lehrer den Unterricht gestaltet. Meine Tochter hat aber hier nur noch 10 Kinder in der Klasse, was ihr auch hilft.

    Ich finde die Kinder sollten wenigstens daheim entspannen dürfen, sein wie sie sind ohne Druck und Stress. Das ist nicht böse gemeint, üben ja, aber ich hätte viel zu viel Angst vor Burn out beim Kind.

    Für uns ist eine 3, was für andere eine 1 ist. Du musst vielleicht den Fokus anders legen. Alles was irgendwie positiv benotet werden kann, ist ein Erfolg.

    Ich glaub die Ergo braucht Zeit, von Ferien in Schule ankommen braucht Zeit und Konzentration braucht Zeit.

    Es gibt Konzentrationstrainings, aber Empfehlung hab ich keine, weil wir das nie in Anspruch genommen haben.
  • @NiNo ich kann mich nur @Nasty anschließen…wie alt ist dein Kind? Also Ergo läuft ja noch nicht sooo lange und daher würde ich dem noch Zeit geben. Außerdem sind wir erst in den ersten Wochen des neuen Schuljahres. Da müssen die Kinder mal wieder im Schulalltag ankommen. Ich finde, die Lehrerin verlangt da etwas zu viel. Hast du das Buch von Grolimund schon gelesen? (erfolgreich lernen mit ADHS und ADS)…es soll sehr gut sein, vielleicht hilft euch das. Hat er in der Schule auch die Bedingungen, unter denen er sich gut konzentrieren kann? Mit ADHS steht ihm meines Wissens nach ein Nachteilsausgleich zu. Würd mich da schlau machen. Und Druck abbauen…das ist nämlich kontraproduktiv.
  • @Talia56 @Nasty Er ist in der 2.Volksschule und sie haben bereits Kurzreferate und kurze Tests auf Zeit. Zu Hause gestalten wir die Übungen spielerische.

    Es war sein Wunsch das zu Hause zu üben, da er in der Schule sonst überfordert ist, da die Situation unbekannt ist.

    Noten, ich verlange keine 1 oder 2. Mir geht es nur darum das er dann nicht frustriert von der Schule Heim kommt. Weil alle viel schneller wie er sind und schon spielen

    Danke für das Feedback zur Ergo. Wie oft habt ihr die gemacht? Wir dachten nach 20x an eine Pause.

    Das Buch habe ich.
  • @NiNo also die Große war zwei Mal bei der Ergo…einmal vor der Diagnose ca. 3/4 Jahr und jetzt wieder am Beginn der 4. für ein gutes halbes Jahr…also da tatsächlich auch nur zwei Blöcke. Aber bei ihr sind es andere Themen…schulisch gab es ja nie ein Problem. Was in der 4. aber schon dazugekommen ist, dass sie einen Extra-Platz bei Schularbeiten und Tests hatte, um sich besser konzentrieren zu können. Die Lehrerin war da sehr aufmerksam und empathisch und wir brauchten nie einen offiziellen Nachteilsausgleich.
  • @Talia56 ja da ist sicher jeder Lehrer anders.
    Bei uns sind Konzentrationsproblem in der Schule . Wir machen nach den 20 Ergo Mal Pause. Mal schauen.
  • @NiNo ja, aber ich würde mich hier tatsächlich auf die Beine stellen und mal schauen, was dein Kind wirklich braucht und unter welchen Bedingungen dein Kind gut arbeiten kann. Er muss nicht genauso performen können, wie andere Kinder. Bei ADHS funktioniert das Gehirn einfach anders und das sollte auch beachtet werden…
  • Gibt es generelle Symptome, oder nennen wir es lieber Merkmale bei Kindern im autistischen Spektrum, die ganz allgemein Laien darauf schließen lassen könnten, dass ein Zusammenhang und eventuell eine Auffälligkeit besteht?

    Mir ist wohl bewusst, dass es eben ein Spektrum ist und das vieles sehr unterschiedlich ist, aber vielleicht gibt es ja auch Dinge die vielen (allen?) gemeinsam sind.
    Also ich rede jetzt von sowas wie "abwesend" wirken, Überforderung wenn nicht alles ganz gleich wie immer ist, stark auf Berührung bzw nicht Berührung reagieren, .... etc.

    Danke für die Antworten.
  • @Ponine puh, schwer zu sagen, da ja Spektrum. Also meine zwei diagnostizierten ASS-Kinder haben beide sensorische Auffälligkeiten. Abweichungen von der Routine sind auch Thema bzw. Schwierigkeiten mit Übergängen.
  • Ich würde tatsächlich auch sensorische Auffälligkeiten sagen @Ponine . Die hat nicht jeder Autist, aber Viele, bzw generell viele neurodiverse Memschen. Berührungen, Lautstärke, nur bestimmte Dinge essen etc.

    Und zur Ergo: es dauert ein gutes halbes Jahr bevor man da nachhaltige Erfolge sieht. Das Gehirn muß Dinge neu vernetzen, und das braucht Zeit. Uns wurde das schon vor Beginn der Behandlung gesagt. Mein Sohn hatte starke sensorische Auffälligkeiten und hat 1,5 Jahre mehr oder minder ohne Pausen Ergo gemacht. Danach dann mit Pausen dazwischen immer mal wieder 2,3 Blöcke wenn wieder irgendwelche Baustellen im Alltag belastet haben.
  • NastyNasty

    Posts: 17,752

    Ich sag jetzt mal Probleme mit Veränderungen, Spontanität, und Essen.

    Es gibt keine Eigenschaft die auf alle zutrifft.
    Kennst du einen Autisten, kennst du EINEN Autisten.


  • @NiNo Ergo braucht eine Zeit bis es greift und der Fortschritt auch sichtbar wird. Dazu kommt, dass es ja nicht im Schulsetting geübt werden kann und da braucht es eben nochmals Zeit, dass es dort entsprechend Wirkung zeigt.

    Oft sind es kleine Nuancen, die von fremden Leuten nicht so gut wahrgenommen werden. Wichtig ist welche Fortschritte ihr seht und eben bewusst zu machen, dass auch eine zusätzliche Therapie nicht sofort Wunder wirken kann. Vielleicht bedarf es mehr Geduld.

  • So, die Lehrerin hat zum Gespräch eingeladen und Zwerg meint Ergo bringt ihm nichts, da rennt er nur herum. 🙄
  • NastyNasty

    Posts: 17,752

    @NiNo es gibt halt schon unterschiedliche Ergotherapeuten.
    Das Allerwichtigste ist immer, dass das Kind mit dem Gegenüber gut kann. Ohne eine gewisse Chemie ist es sehr schwer. Kind muss gern hingehen, Therapie soll sich nicht nach Zwang anfühlen, setzt Mitmachen aber voraus.

    Ich finde es sehr früh für ein Gespräch. Ich kenne es so, dass meist bis Weihnachten noch geschaut wird was und ob sich entwicklungstechnisch was getan hat.
    Wobei ich letzte Woche auch mit der Lehrerin meines Sohnes telefoniert habe.

    Worum wird es gehen?
  • @Nasty das Thema ist, dass er in Mathematik nicht rechtzeitig mit den Schulaufgaben fertig wird oder gar nicht beginnt. Er zählt noch mit den Fingern und laut der Lehrerin sollte das in der 2. Klasse sein.

    Ich hab mit ihm gesprochen. Laut ihm ist ihm der Zeitdruck zu viel. Das ständige auf Zeit arbeiten überfordert ihn.

    Er ist auch etwas zerstreut.

    Zur Ergo geht er gern.
    ..aber ich weiß nicht ob Turm bauen und Lego spielen was bringt.
  • @NiNo aber grundsätzlich steht ihm ja mehr Zeit zu aufgrund seiner Diagnose. Und Kinder mit ADHS tun sich einfach schwer, anzufangen. Sie brauchen einen ganz klaren Rahmen, oft Unterstützung, damit sie anfangen können. Wenn sie dann drinnen sind, ist es oft einfacher. Ich bin mir sicher, dass er in der Ergo nicht nur herumläuft. Und für Turm bauen und Lego braucht man viel Fokus und Konzentration…
  • NastyNasty

    Posts: 17,752

    Meine Tochter ist fast 12 und wird nicht fertig in der regulären Zeit. Aber sie hat halt durch ADS den Nachteilsausgleich. Die 10 oder 15 Minuten helfen ihr dann schon.
    Für die Umsetzung ist halt auch die Pädagogin verantwortlich.
    Vielleicht braucht er auch Unterstützung um zu starten.
    Meine Tochter starrt 5 Minuten auf die Angaben und erst wenn man ihr gezielt sagt was wo zuerst legt sie los. Sie überlegt sogar wohin was zu schreiben ist. Nächste Zeile oder eine auslassen oder Zahl über ein Kästchen oder doch groß über 2 Kasteln?

    So Kleinigkeiten die man im Vorfeld klären könnte. Hier beginnst du mit der ersten Zahl, klare Vorgaben. Nicht einfach nur - da, rechne.
  • NastyNasty

    Posts: 17,752

    Informier dich mal über den Nachteilsausgleich. Heisst jetzt ausgleichende Maßnahmen.
    Frag die Lehrerin ohne Vorwurf ob sie einen solchen Fall schon hatte. Unsere Volksschullehrerin war so jung und kannte das trotz integrationsklasse nicht wirklich.
    Die schulpsycholigin kann gezielt den passenden Nachteilsausgleich nennen, Hinweise für Eltern und Lehrkräfte geben.

    Aber ja, es muss halt auch umsetzbar sein. Die Schule/ Personal entsprechend ausgestattet sein. Eine Lehrerin bei 25 Kinder kann auch nicht alles schaffen.
  • @Nasty nein, kann sie nicht, aber oft hilft es schon an ein paar Dinge zu verändern. Und das ist das, wovon ich die ganze Zeit schreibe. Ein Kind mit AD(H)S hat schlichtweg das Recht auf einen Nachteilsausgleich.

    Warum soll ein Kind, das nachweisbar Schwierigkeiten in einem Bereich hat, genauso performen müssen, wie ein Kind ohne?! Da muss man sich tatsächlich auf die Beine stellen, wenn Lehrer:innen keine Ahnung davon haben…
  • NastyNasty

    Posts: 17,752

    @Talia56 ja eh, aber man muss ja mal höflich nachfragen. Nicht immer artet es in Kampf aus. Ja, wir sind erprobt und kennen es kaum anders, aber manchmal hilft der Denkanstoß in die richtige Richtung.

    Wir kennen ja weder Schule noch Lehrer.

    Wenn die Diagnose gesichert auf Papier ist, muss halt gemeinsam die richtige Strategie entwickelt werden.
  • @Nasty natürlich muss man mal höflich nachfragen. Dennoch darf man nicht alles hinnehmen…
  • @NiNo auch wenn die Ergo wie spielen aussieht - eine gute Ergotherapeutin sucht sich genau den Punkt an dem eine Aufgabe noch lustig, aber trotzdem schon eine Herausforderung ist und balanciert da. Ist eure Therapeutin eine SI (semsorische Integration) Therapeutin bzw hat sie Erfahrung damit ? Wenn ja würde ich schon drauf vertrauen, daß sie nicht nur mit ihm spielt. Sagt sie dir was sie in der Stunde mit ihm gemacht hat und was ihr zuhause anbieten/machen könnt um das nachzuverfolgen ? 1 Stunde die Woche ist meist zuwenig, deshalb wäre es wichtig, daß euch die Therapeutin sagt wie ihr zuhause dranbleiben könnt.
  • @NiNo es kommt sehr auf die Ergo an. Wir hatten eine die hat wirklich 20min Lotti Karotti mit meinem gespielt (Problem war eigentlich Motorik) und die andere macht das auch so spielerisch aber zack zack herausforderende Sachen wo wirklich was weitergeht und den Kindern nicht fad wird.
  • Krümel05Krümel05

    Posts: 1,877

    edited 26. September, 14:06
    @NiNo also bei uns war es auch viel austoben bisher, aber immer wieder mit ihren Spielregeln. Je nachdem wurden dann auch seine Wünsche berücksichtigt, aber wieder mit ihren Rahmenbedingungen. Also es gab auch immer wieder sehr fordernde Sequenzen, die auch Frust & viel Emotion mit sich brachten, die aber wieder mit ihrer Hilfe bewerkstelligt/begleitet wurden. Ich war aber immer Zaungast.

    Jetzt im Herbst werden wir wieder besprechen wie es weitergehen soll in Richtung, dass er nächstes Jahr in die Schule kommt. Also Rumtoben etwas reduzieren, er wird es aber vermutlich immer wieder brauchen. Später auch zum Lernen zB, kenne jemanden der lernt teilweise Vokabeln oder ähnliches am Laufband…

    Letztes Jahr waren Schwimmeinheiten & Karate auch fordernder.

    Aber der spielerische Aspekt ist auch wichtig, es soll ja auch Spaß machen und einen Anreiz geben wieder kommen zu wollen und auch die ganze Einheit motiviert zu bleiben.

    Am besten einmal direkt mit ihr deine Bedenken besprechen.
  • NastyNasty

    Posts: 17,752

    R lernt auswendig in dem er wie wild im Kreis rennt.
    Auch beim Aufsagen bleibt er nicht still stehen, aber er kanns.
  • dani1220dani1220

    Posts: 879

    edited 27. September, 09:05
    @Nasty macht er das nur zuhause oder darf er sich in der Schule auch bewegen wenn er einen Text aufsagen muss oder so?
  • NastyNasty

    Posts: 17,752

    edited 27. September, 09:36
    @dani1220 ja, er darf auch in der Schule hin und her gehen, quasi von einem Bein aufs andere. Da beherrscht er sich aber und rennt nicht um Kreis.
    Er braucht es speziell zum Lernen. Was er mal kann, kann er. Aber ich glaube er ruft es über die Beine /Richtung oder Kombination ab.
  • Wie bekommt man sein AuDHS-Kind dazu, aufzuräumen?! Ich räume tatsächlich gerade immer alleine auf, da Aufräumen in Meltdowns mündet. Aber ich fühle mich wie eine Sklavin oder Dienstmagd, die alles wegräumen muss, um dann 2 Tage später wieder mitten im Chaos zu sein.

    Zusatzinfo: mich strengt Ordnung halten/machen auch sehr an und ich fühl mich in dieser Hinsicht auch ausgebrannt , was wiederum dazuführt, dass ich sehr sensibel darauf reagiere, dass es innerhalb kürzester Zeit wieder so ist.

    Wir sind schon so weit, wieder den medikamentösen Weg zu probieren, aber sie will nicht. Ich kann es ja schlecht gegen ihren Willen machen. Aber wie überlebt man so? Drei neurodivergente Kinder sind einfach eine Hausnummer…😏
  • NastyNasty

    Posts: 17,752

    @Talia56 hier funktioniert es meist mit Hilfe und Wecker.
    5 Minuten Kleidung weg, 5 Minuten Boden freiräumen 5 Minuten Schreibtisch leer räumen.
    Geht aber wie gesagt nur mit Anleitung. Stofftiere ins Netz, Schreibkram in die Lade. Spielzeug in jeweilige Kiste. Rest in Ramschkiste. Wäsche uns Bad.
    Dann kann ich saugen und es reicht mir an "Ordnung. "
    Ich muss Ecken machen/ bissi Struktur vorgeben: zum Beispiel Bettecke/Fensterecke/Spielecke/Boden/Schreibtisch.
    Die Kinder wissen gar nicht wo sie anfangen sollen, wenn ich nur sag Ordnzng machen.

    Aber mit kleinen Bereichen und Vorgaben läuft es immer besser.

    Wenn ich mir mehr Zeit nehme oder gut gelaunt bin, gibt's zwischen den Abschnitten spaßige Aufgaben. 3x Kopfstand, 3x Rad schlagen oder eine Mini UNO Runde mit 3 Karten, würfeln. Wenn Kind die höhere Zahl hat darf noch ein Kopfstand gemacht werden, wenn ich Gewinne, wird gleich weitergemacht. fx0c3k91696c.jpg
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    Kinder meinen hier sie sind fertig. Also unterschiedliche Auffassung von freigeräumt. Aber zumindest kann man ins Zimmer.

  • @Nasty das find ich schon super…bei uns kann man tatsächlich nicht mehr ins Zimmer. Danke für deine Ideen…vielleicht kann ich da was übernehmen. 😘
  • Danke für euer Feedback.
    Heute ist das Gespräch mit der Lehrerin, Mal schauen.

    Meds möchte ich ihm nicht geben und ich erwarte auch nicht einen 1er Schüler. War ich auch nicht und Noten sagen nichts über die endgültige Karriere aus. Ich glaube das wissen wir alle allzu gut.

    Ich muss mich bezüglich diesen "ausgleichenden Maßnahmen" noch informieren. Was es genau bedeutet.

    Vielleicht der Link dazu, falls es jemanden interessiert.

    https://www.bildung-wien.gv.at/dam/jcr:2eec736e-63ce-4aba-8912-d7646769e778/20260317 AD(H)S Handreichung.pdf

    Bezüglich aufräumen.
    Ich packe alles was am Boden ist in eine Ikea Box. Dann wird das Zimmer aufgeräumt und geschaut, was man nicht mehr braucht.

    Sobald das Zimmer fertig ist, ist die Ikea Box dran.

    Das nimmt das anfängliche Chaos.
  • @NiNo habt ihr bei der Diagnostik keine Hinweise für die Lehrerin bekommen? Also worauf sie achten kann etc.? Wir haben damals eine Liste von Handlungsempfehlungen bekommen…
  • @Talia56 nur für uns, aber nicht explizit für die Lehrerin.

    Sie dürfen Kopfhörer und diese Trennwände verwenden.

    Bei uns geht es darum, dass die Aufgabenstellung ihn zuviel ist. Genau zu sein Mathematik. Es überfordert ihn au Zeit zu arbeiten. Da ist er dann blockiert und fängt gar nicht an oder ist extrem langsam.

    Zu Hause decke ich den Teil der Hausaufgabe ab, den er gerade nicht machen muss. Erst wenn er mit einem Teil fertig ist, wird der nächste aufgedeckt. Nur ich schau auf die Zeit. Mir geht es darum, dass er die Aufgaben versteht.

    Der Lehrerin ist aber die Zeit auch wichtig
  • @NiNo ah, ok. Na wir hatten auch eine Liste für die Lehrerin. Deckt die Lehrerin auch ab? Das wäre z.B. ein hilfreicher Punkt. Hattest du das Gespräch schon? Ja…das Thema Zeit. Ich würde mal nachfragen, wie das mit mehr Zeit aussieht? Das wäre etwas, wovon er profitieren könnte…
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