Schockmomente

Was hat euch als Mama/Papa bisher den größten Schock versetzt?

Was eure Kids so angestellt haben, oder was ihnen passiert ist? Und wie seid ihr damit umgegangen?

Kommentare

  • Mein Sohn ist mir ziemlich genau am 1 geb. Vom Arm gestürzt. Blöderweise auf einen fliesenboden und auf seine Schläfe. Also die gesichtshälfte war gelähmt.

    Ich war im Schock konnte nicht viel mehr machen als ihm an mich zu drücken. Da es ja meine Schuld war, war ich fertig.
    Mein Mann hat dann das kriesenmangement übernommen. War blöderweise im Urlaub sodas wir lange suchen mußten um in ein KH zu kommen. Waren dann an 3 verschieden...er hatte eine Gehirnerschütterung. Der Unfall war ca. 8 Uhr. Mittags hat er wieder normal gegessen. Gsd hat er sich rasch erholt. Er glaub ich schneller wie ich damals.
  • NastyNasty

    Posts: 8,237

    Das Schlimmste ? -der erste Anblick von Janin. ein Neugebohrenes intubiert mit zugeklebten Augen und Schläuchen in fast allen Körperöffnungen, in Bauchlage mit 37 nähten am Rücken.
    Ich träum heut noch davon.

    Schockmoment 1 und 2: Affektkrampf von Janin da sie schon blau war, nicht mehr geatmet hat und der Notarzt eeeewig gebraucht hat. (18.Monate)
    Und Sebastians 1. Fieberkrampf mit 10Monaten.

    Schockmoment 3
    Sebastian lief mit 15 Monaten vor die Strassenbahn. Ich war bewegungsunfähig- hab Raffi die Augen zugehalten und geschrien.
    Ein Passant hat ihn am Tshirt zurückgerissen. Dann haben wir beide geheult und gezittert.

    Verletzungen oder Stürze schrecken mich nur für den ersten Moment wenn viel Blut im Spiel ist. Da bin ich aber schon recht abgehärtet😬


  • Offtopic:

    Man merkt ich bin beim Backen: hab gerade "Schokomoment" gelesen 🤦‍♀️
  • @Nasty ich muss echt kämpfen, dass meine Tränen nicht raus kommen - vor allem die Geschichte mit Sebastian ist für mich emotional.
  • NastyNasty

    Posts: 8,237

    @taisim das war wirklich wie im Film...hab alles in Zeitlupe gesehen... 🤦 er war selbst total geschockt und ich glaub Raffael auch. Sie sind seit dem nie mehr auf eine Strasse gelaufen obwohl sie noch so klein waren.
  • NastyNasty

    Posts: 8,237

    @soso was war Dein Schockmoment?
  • @nasty Heute früh als mein Sohn die Stiege runter gefallen ist 😬 zum Glück geht's ihm bis auf eine Beule gut, und er war auch ansprechbar und alles.
  • melly210melly210

    Posts: 1,938

    edited 30. 11. 2021, 16:23
    Hm....als mein Sohn eine Stunde nach der Geburt plötzlich einen Atemstillstand hatte und blau angelaufen ist :'(

    Wir haben sofort Alarm geschlagen, und ich wundere mich bis heute wie extrem professionell das KH-Team damals reagiert hat. Die Schwester ist gekommen, hat das blaue Baby gesehen, den Notfall-Knopf an der Wand gedrückt und hat dann ganz ruhig gesagt "den nehm ich jetzt mal kurz mit". Wir haben natürlich gehört, daß sie am Gang sofort losgerannt sind mit ihm, sobald sie außer Sichtweite von uns waren. Aber da haben wir ihn gottseidank eh schon wieder wie ein Berserker schreien gehört.

    Was für mich eigentlich im Nachhinein das Ärgste dran war: wie wenig mich das damals geschreckt hat. Also, schon, aber die Schwangerschaft war noch viel traumatischer. Die Schwangerschaft war sehr instabil, keiner konnte uns sagen wie lange mein Körper durchhalten und wie früh er kommen wird. Das CTG war auch eingeengt etc ppp. Und uns war klar, solange er im Bauch ist kann man ihn nur sehr lückenhaft überwachen und nur sehr begrenzt helfen.

    Bei dem Atemstillstand waren ja sofort x Ärzte da, und er wurde dann lückenlos überwacht. Da war ich deshalb relativ ruhig. Aber solange er im Bauch war, da hatte ich sehr oft arg Angst um ihn.
  • Meine Tochter war erst ca. 3 Monate.
    Wir waren mit der Schwiegerfamilie am Campingplatz am See. Ich hab sie auf eine 2x2 Meter großer Schlafmatratze in der Kabine ins hinterste Eck gelegt um ihr Fläschchen im Vorbau zu richten. Sie begann so richtig zu weinen... Dann plötzlich ein Rums!
    Sie hatte mit den Beinchen so stark gestrampelt, dass sie diese 2m Matratze nach vorne gekommen ist und runter gefallen ist.
    Ich hab sie dann sofort hoch gehoben, gesehen, dass sie aus dem Mund blutete, nach "Schatzi" gerufen...
    Gekommen ist aber meine Schwägerin, die "Sabsi" verstanden hatte. Ich konnte nur heulen, sie hat mir die kleine abgenommen und versucht mich zu beruhigen. Geblutet hats Gott sei Dank auch gleich nicht mehr. Das war an einem Sonntag... Rettung angerufen, die sind dann gekommen, haben uns zur Notärztlichen Dienststelle gefahren... Da mussten wir aber etwas warten, weil der Notarzt gerade beim Mittag essen war.
    Die kleine hatte sich aber Gott sei Dank eh nach ein paar Minuten beruhigt. Dann kommt endlich der Notarzt, ganz gemütlich und fragt mal nach der Lage.
    Seine erste Frage war, ob ich versucht hab dem Baby die Brust, Flasche oder Schnuller zu geben. Ja eh klar, mein Baby blutet aus dem Mund und ich stopf ihr was rein, oder?!
    Er hat kurz in den Mund reingesehen und hat gemeint, dass nur eine kleine Ader geplatzt war und dadurch geblutet hat.
    Seitdem hab ich sie nie mehr wo alleine liegen lassen.

  • riczricz

    Posts: 1,990

    Mein erster Schockmoment mit Luisa war, als sie mit ein paar Monaten vom Wickeltisch gefallen ist. Ich hab nebenbei Wäsche aufgehängt und eigentlich nicht richtig hingeschaut, aber aus Reflex doch noch rechtzeitig aufgefangen. Es war im wahrsten Sinne des Wortes gute 10cm über dem Boden 🙈

    Der schlimmere Moment war heuer im Sommer, als sie mit dem Fahrrad bei voller Fahrt aufs Gesicht gefallen ist. Hab da richtig "zugeschaut" weil ich genau in dem Moment ein Foto machen wollte. (Wir waren nicht zuhause sondern im Freizeitzentrum bei uns im Ort)
    Sofort überall Blut. Brüllendes Kind unter dem Fahrrad aufheben. Zum Auto laufen, sie mit Taschentüchern und Wasserflasche versorgen. Bemerkt, es wird so nicht besser, Kind ins Auto setzen und angurten, Fahrrad schnell in den Kofferraum schmeißen. Luisa instruiert, dass sie das nasse Tuch ordentlich auf die Lippe halten soll. Während der 3minütigen Fahrt meinen Mann angerufen, er soll zuhause CoolPacks vorbereiten.
    Zuhause dann bemerkt, dass es doch eine riesige klaffende Wunde ist, sind also ins KH gefahren wo sie auch genäht wurde.

    In der Situation selbst war ich nicht geschockt, da ist einfach alles zack zack abgelaufen. Hab auch kein Problem mit Blut an sich, und dass es beim Mund gleich viel und schnell blutet, wusste ich (hatten auch davor schon Abschürfungen, dicke Lippen usw).
    Aber diese Wunde zu sehen war dann doch nicht schön, und dann noch die lange Zeit, bis wir im (richtigen) KH waren, bis sie endlich fertig war. Sie wollte auch keinen Betäubungsspray nehmen, wurde also ohne Betäubung genäht. DAS war auch schlimm, wie sie da geweint hat 😥
    Aber jetzt im Nachhinein ist sie stolz dass sie damals so tapfer war.
  • Bei euren Geschichten muss ich stark schlucken..
  • Arge Stories hier... ich glaube, erst als Eltern wird man so richtig arg "verwundbar"; man hat Ängste, die man ohne Kinder einfach NIE hätte...

    Mein ärgster Schockmoment, war als meine Tochter direkt nach der Geburt von mir weg kam, ohne dass ich sie gesehen habe.

    Es war eine Sectio nach über 24 Std Wehen und andauernd Geburtsstillstand; erst Stunden später durfte/konnte ich sie auf der Neo besuchen.

    Die schlimmste Zeit meines Lebens...

    Kurz darauf hatte sie dann Blut im Stuhl, da mussten wir wieder ins KH
  • NastyNasty

    Posts: 8,237

    Man bräuchte in diesem Thread solche smilys😥😟😪😭😵 statt like, hilfreich und co
  • Allerdings
  • Nachdem hier ss Momente auch dazu gehören...

    Kurz nach dem positiven ss test bekam ich in der Arbeit Blutungen. Hab dann gleich meine Ärztin angerufen und sie meinte ich soll in der Mittagspause kommen.

    Bevor ich mich auf den weg zu ihr gemacht habe, war ich nochmal auf der Toilette und statt etwas Blut wie in der Früh, war es viel, Hellrot und naja....als ich gemeinsam mit meinem mann im Wartezimmer saß war ich mir sicher das es das war. Ich konnte nicht optimistisch sein.
    Als sie dann die 2 fruchthölen ausmachte waren wir so erleichtert das mein Mann ihr am liebsten um den Hals gefalle wäre. Aber sie konnte keinen Grund für die Blutungen finden und meinte vielleicht verabschiedet sich einer...das war auch schlimm...Diese Ungewissheit....

    also die ss war echt alles andere als schön. Ich habe von Tag zu Tag von Woche zu Woche gelebt. Von 36 Wochen ss war ich 14 Woche ans Bett gefesselt...und eine schauermeldung nach der anderen brach über uns ein.

    Und ja das eigene studenalte Kind an div. Geräten, Beatmung, magensonde zu sehen...es nicht in den Arm zu nehmen können...das war auch alles andere als wir uns gewünscht hätten.

    Und das ich die einzige zwillingsmama mit nur einem Kind auf der Station war war ebenfalls schlimm...
  • Wahnsinn, bei etlichen Geschichten wird mir ganz anders :'( Wir Eltern müssen manchmal schon wirklich tough sein ... Kinder machen einen unsagbar verwundbar

    Mein schlimmster momemt war, als meine Tochter 8 Wochen alt war. Wir hatten eine motorbetrieben Federwiege an einer langen Eisenkette von der decke hängen. Tja und dann brach dieser gottverdammte Eisenschrauben einfach durch und die Federwiege mit dem Kleinen Baby drinnen sauste mit 1m abstand am Boden und auf sie drauf der Motor mit 3 Kilo und 2 m eisenkette, Metallklammer- einfach die gesamte aufhängung. Ich hab es vom Sofa aus beobachtet und dachte einfach nur - das wars jetzt, sie ist tot. Ich glaub bis sie endlich gebrüllt hat waren es nur sekunden, aber es fühlte sich ewig an...Rettung, Notarzt, Polizei alle kamen und ich konnte sie die ganze Zeit nicht wirklich ansehen, weil ich so Angst davor hatte was ich zu sehen bekomme (mein mann hielt sie die ersten Minuten) ich bin dann ins Kh mit ihr gebracht worden und wie durch ein Wunder hatte sie nicht mal einen Kratzer - nix, nada. Ich bin immer noch soooooo dankbar dafür
    Ich weiß noch, der eine Polizist hat uns nachher nochmal angerufen, um zu fragen wie es der Kleinen geht und meinte, dass auf dieses Kind wohl 1000 Schutzengel aufgepasst haben und sie ihr Glück später nicht mit Extremsport oÄ. überstrapazieren soll :wink:
  • Ein paar solcher Schockmomente mit den Kids hatten wir auch schon...

    Meine Tochter ist mit ca 7 Monaten aus dem Hochstuhl gefallen als ich kurz was aus einem anderen Raum geholt habe und sie nicht angeschnallt hatte (danach war sie immer! angeschnallt).

    Mein Sohn ist mit ca 1,5 Jahren mit dem Türschutzgitter die Treppen runter gekugelt. Er hat so lange gerüttelt bis es locker wurde...

    Vor kurzem mein Sohn schreit ihm tut die Nase weh und es kam etwas Blut raus... Als er sich etwas beruhigt hatte sagte er das er die Perle nimma raus bringt 🙈 (beim schneuzen gings Gott sei Dank)

    Vor den Kinder hatten wir im Urlaub mal einen Schockmoment. Wir waren in Sri Lanka, sind dort um 3 Uhr morgens angekommen und mussten dann ca 5 Stunden mit einem Privatfahrer ins Landesinnere zum Hotel. Der Fahrer hat uns irgendwann überredet aus zu steigen in einem Wald weil man hier gut Affen fotografieren könne. Wir also raus aus dem Auto nur mit der Kamera sonst nichts. Plötzlich fährt er los und um eine Kurve sodass wir das Auto nicht mehr sehen konnten. Wir hatten so Panik das uns der jetzt einfach ausgesetzt hat und haben daher keinen einzigen Affen gesehen 😅🙈 wir sind natürlich gleich in die Richtung weiter maschiert und sahen dann eh bald das Auto und den Fahrer der wohl heimlich rauchen wollte.
  • @Caudalie jedesmal wenn ich so etwas lese, macht es ein Stich in mein Herz. Ich fühle mit dir mit. 1 Woche ohne Kind im KH, weil ich da so blöd war und noch keine Zusatzversicherung hatte.
  • @Christina91 sowas ähnliches hatte ich auf einer Dienstreise in China. Komm am Flughafen an, kein Mensch spricht Englisch. Ich wusste nicht mal genau wo hin, hatte nur die Adresse von einer Visitenkarte. Nehm mir ein Taxi und auf einmal sagt der Taxler was zu mir auf der Autobahn. Ich versteh nix, er wird immer lauter und wütender. Er fährt rechts ran auf den Pannenstreifen, montiert die Nummerntafeln ab und brettert los mit mir :o
    Dachte echt das war es.🙈

    (Kam dann eh wohlbehalten an. Glaub er hatte nur kein Geld für die Autobahnmaut und wollte dass ich ihm das vorstrecke)

    Mit den Kindern hatte ich auch schon Schreckmomente. Der Große hat mit 2 Jahren plötzlich über starke Bauchschmerzen geklagt die schlimmer wurden. Er hat dann schon total laut und panisch geschrien. Ich hab 1450 angerufen und die meinte ob das das Kind ist dass so vor Schmerz schreit und schickte gleich die Rettung. Die haben ihn kurz untersucht und meinten gleich ins Krankenhaus. Er hat immer noch so geschrien und hatte solche Panik. Er wollte dass ich mitfahre und nicht der Papa, ich konnte aber nicht weil der kl. Bruder da erst 3 Monate war und vollgestillt. Seinen Blick werd ich auch nicht vergessen als ich ihn dem Papa geben musste und sie los sind mit der Rettung 😢
    Glück im Unglück, es war wahrscheinlich eine Darmverschlingung die sich gelöst hat als die Rettung flott über eine Schwelle gefahren ist.
  • Mein Schockmoment war an einem 1. Jänner. Wir wollten einen Spaziergang machen und haben den Kleinen (1/2 Jahr) am Wickeltisch angezogen, mit Schianzug usw.
    Dann sind wir zu viert zur Tür gegangen, über die Stiege. Ich trug den Kleinen runter. Mein Mann zog sich an und ich gab ihm den Kleinen. Zog den Großen an und der machte dann die Tür auf. Als die Tür aufging fiel mein Mann plötzlich einfach um mit dem Baby in der Hand, voll auf die Stiege.
    Dann haben wir einen Familienausflug ins LKH gemacht. Mein Großer redet heute noch davon. Das war echt schrecklich - er musste mit, weil wir niemanden für ihn hatten. Ich saß in der Rettung mit dem Kleinen auf dem Schoß und mein Mann saß auf einem zweiten Stuhl. Daher musste der Große sich auf die Liege legen und liegend fahren - das erzählt er heute noch.
    Ich wurde mit den Kindern in die Kinderklinik gebracht und mein Mann in irgend ein anderes Krankenhaus. Das war echt der schlimmste Vormittag für mich.
    Den Kleinen beruhigen und abwarten, den Großen mit seinen löchernden Fragen beruhigen und stark sein und eigentlich hatte ich echt nur Panik und Angst.
    Gott sei Dank ist bei niemandem was raus gekommen. Mein Mann hatte wahrscheinlich zu wenig getrunken, aber es ist nie mehr passiert.
  • Ich hab auch noch einen...
    Vor 2 Jahren...
    Wir hatten unseren ersten Familienurlaub, mit Schwägerin, ihrem Sohn und Schwiegermutter.
    Nico war da erst 6 J., wir kamen am Sonntag an und wollten nach den Check-in gleich zum Strand.
    Alles das erste Mal für die Kinder, Urlaub, Strand, Meer...
    Gut, dann hatten wir den ersten Tag am Strand verbracht. Hatten vom Apartment 2 Strandliegen inkl.
    Die Kinder waren ein paar Meter vorne am Wasser, freier Strand, wir hatten immer ein Auge auf die beiden am Wasserrand. Auf einmal kam die große wieder alleine zu uns an die Liegen zurück, wir fragen wo der Nico ist... sie meinte, er sammelt vorne noch Muscheln...
    Ich gehe nach vorne, kein Kind zu sehen. Mein Kind war weg!!! Am Strand, am Wasser!!!!
    Ich lief zurück zu meinem Mann, sagte ihm, er ist weg, ich kann ihn nicht finden.
    Schwägerin und Schwiegermutter schauten auch hoch und suchten die umliegenden Plätze ab, ob er vlt. einen falschen Weg zu den Liegen zurück genommen hätte. Mein Mann und ich liefen wieder zurück zum vorderen Strand und liefen beidseitig ein paar Meter hin und her. Nichts! Ich sags euch, vor meinem inneren Auge sah ich ihn schon bewusstlos im Wasser treiben.
    Ich lief dann zu einem Platzanweiser und bat ihn um Hilfe. Wir gingen zur Tageskassa und sie hatte dann eine Beschreibung an die Küstenwache in den umliegenden Strandabschnitten durchgefunkt. Ich musste bei ihr bleiben, falls eine Info zurück kommt, dass sie mich nicht suchen müssten.
    Inzwischen lief mein Mann am Wasser entlang und meine Schwägerin lief Straßenseitig, vlt. lief er ja auch Richtung Apartment. An der Straße kam zufällig eine Polizeistreife, die wir auch um Hilfe baten.
    Mit einer Beschreibung fuhren die mit Blaulicht, die umliegenden Seitenstraßen ab. Ich musste die ganze Zeit über an der Tageskasse warten, das waren elendige Minuten!! Mein Mann kam dann mal zu mir und meinte er war jetzt bis Strandabschnitt 17 gelaufen, nichts. Wir waren bei Abschnitt 11! Also eh ziemlich weit.
    Dann plötzlich die Info der Tageskasse... sie haben einen Jungen in Abschnitt 18 gefunden. Mein Mann hört das, schießt los wie ein Blitz, ich kam gar nicht hinterher. Endlich! Gefunden! Er war es!
    Ich nahm ihn gleich in die Arme, hatte Tränen in den Augen. Wir sind dann an der Straßenseite zu unserem Abschnitt zurück, meiner Schwägerin entgegen. Bei der Hälfte nahm sie ihn dann in die Arme und fing am zu weinen. Wir waren alle fix und fertig! Und das war der erste Tag von unserem Urlaub. Na mehr hätts nicht mehr gebraucht. Ich wär fast gestorben, vor lauter Angst. Er wollte einfach Muscheln sammeln, wanderte mit seinem Küberl am Wasser entlang, immer weiter ohne auf zu sehen, wie weit er bereit gelaufen war.
    Und ein Kind dieser Größe kann sich auch nicht mal an den Sonnenschirmfarben orientieren, dann nach ein paar Metern, sind diese von andersfarbigen verdeckt. Seitdem hatten wir alle Adleraugen auf die Kinder!!11
  • Ich hatte nach der Geburt meiner Tochter einen Schockmoment, der eigentlich ein paar Monate anhielt. Ich muss wirklich sagen, dass es die schlimmste Zeit in meinem Leben war. Zum Glück mit Happy End. Nach einer Traumschwangerschaft kam meine Tochter 3 Wochen zu früh zur Welt. Sie war sehr zart, schwach, hatte Trinkschwierigkeiten und in den ersten Tagen mehr als üblich abgenommen. Die Kinderärztin, die sie untersuchte meinte, dass sie uns auf die Kinderklinik zur stationären Aufnahme schickt. Sie fand, dass unsere Tochter unter anderem komisch aussieht und „ein auffälliges, schrilles, musikalisches Schreien“ hätte und meinte das gehört unbedingt abgeklärt. Auf der Kinderklinik angekommen empfing uns eine unglaublich unsympathische Ärztin. Sie meinte, dass bei meiner Tochter der Verdacht auf einen Gendefekt besteht und fragte, ob wir eine genaue Abklärung wünschen oder „alles auf uns zukommen lassen“. Konkret stand das „Cri-du-Chat“ Syndrom im Verdacht. Ich habe überhaupt nicht verstanden was das alles bedeutet und hatte noch nie davon gehört. Die Ärztin meinte sie hätte in ihren 20 Jahren als Ärztin 4 Kinder gesehen die das hatten und es würde alles darauf hindeuten, dass meine Tochter das hat und was diese Behinderung bedeutet. Für uns brach eine Welt zusammen. Ich habe noch nie so viel geweint, erlebte diese Woche im Krankenhaus wie in Trance. Mein Mann war auch fertig, war aber trotz allem mein Fels in der Brandung ❤️ Sie wurde von Kopf bis Fuß durchgecheckt, alle Befunde, auch Kopfultraschall usw. waren unauffällig. Die Ärztin meinte aber, das hätte nichts zu bedeuten. Nach einer Woche wurden wir entlassen. Wir bekamen einen Termin in der Entwicklungsambulanz zur Befundbesprechung. Leider dauerte es EWIG bis der humangenetische Befund fertig war. Ich kann mich an die ersten Wochen mit ihr zu Hause gar nicht mehr erinnern. Es war Sommer, aber ich war trotzdem die ganze Zeit im Haus. War einfach nur fertig. Irgendwann kam dann der Anruf, dass der Schnellbefund negativ ist. Später dann der Anruf, dass der Feinbefund auch negativ ist. Diese dumme Nuss meinte dann am Telefon „Wir müssen sie aber trotzdem beobachten“. Inzwischen waren wir bei unserem Kinderarzt und in der Entwicklungsambulanz und beide versicherten mir, dass sich meine Tochter normal entwickelt. Ich hab in dieser Zeit immer im Internet nachgelesen, ob meine Tochter eh alles nach Alter kann. Wenn sie etwas nicht gleich konnte, hat mich das fertig gemacht. Ich hatte Zweifel und fragte mich immer wieder, ob sie nicht doch eine Behinderung hat. Mit 8 Monaten fing sie dann an zu robben, mit 9 Monaten zu krabbeln und sich hochzuziehen. Zu diesem Zeitpunkt war mir dann aber auch ENDLICH klar, dass ich ein gesundes, normal entwickeltes Kind habe. Kurz nach dem ersten Geburtstag waren wir das letzte Mal in der Entwicklungsambulanz und wurden von dort „offiziell“ entlassen. Sie konnte da frei stehen und an der Hand gehen und hat dort „Ball“ und „Papa“ gesagt. Das wäre mit diesem Syndrom ganz anders gewesen.
    Diese Zeit war wirklich wie in einem schlechten Film. Ich habe es inzwischen verarbeitet, aber vergessen werde ich es nie. Ich bin einfach JEDEN Tag dankbar ein gesundes Kind zu haben. In der Schwangerschaft hatte ich mir nie darüber Gedanken gemacht, dass etwas sein könnte. Da Combinedtest, Organscreening und alle anderen Untersuchungen unauffällig waren war für mich klar, dass alles passt. Unsere Tochter ist jetzt 5 Jahre alt und mein Mann hätte sehr gerne noch ein zweites Kind. Ich kann das aber nicht. Ich hätte in der Schwangerschaft keine ruhige Minute und große Angst. Für mich ist die Familienplanung abgeschlossen.
    Ich bin so dankbar, dass es eine Fehldiagnose gewesen ist. Aber das hat halt einiges angerichtet und sowas wünsche ich einfach niemanden!
  • @yogagirl wie schlimm, was eine Fehldiagnose anrichten kann! Da kann ich sehr gut nachvollziehen, dass für dich ein 2. Baby nicht in Frage kommt.

    @LovelyMum ohGott, das eigene Kind am Strand zu verlieren ist tatsächlich eine Horrorvorstellung!! Wie lange dauerte es dann, bis ihr ihn gefunden hattet? Da sitzt der Schock auch erstmal tief.

    Bei seinem ersten schlimmeren Sturz mit ca. 1,5 (Zahn abgebrochen und Wunde an der Stirn) habe ich so mitgeweint, und hab mich so schuldig und furchtbar gefühlt. War zum Glück nicht zum Nähen und ohne Krankenhausaufenthalt.

    Gestern der heftige Sturz über die Stiege... Dieses dumpfe Geräusch vom runterpurzeln... Ich bin nur nochmal kurz rein in die Wohnung. Ich bin nur froh, dass er die dicke Winterjacke und Haube anhatte, und so zumindest sehr gut "gepolstert" war. Er ist soo tapfer, und ich bin grade einfach unendlich dankbar ein gesundes Kind zu haben 🙏
  • @soso Keine Ahnung. In so einem Moment vergeht die Zeit ja gefühlt anders. Aber ich denke so eine dreiviertel Stunde sicher. Wir hatten ja vorher alleine gesucht, bevor wir Hilfe holten.
  • Maxi01Maxi01

    Posts: 1,313

    Beim größten Schockmoment war ich zum Glück gar nicht dabei. Mein war Partner war im ersten lockdown mit den Kindern bei meinen Eltern. Natürlich nur brav am Balkon zum Wiedersehen und Plaudern. Die Kinder sind durch die Anlage gedüst. Plötzlich war der 3 jährige verschwunden. 10 Minuten verzweifelte Suche, er war einfach nicht mehr da. Da ist mein Partner zu uns zurück gelaufen (knapp 10 Minuten zu Fuß).
    Der Kleine war bei uns im Garten und hat gespielt. Er ist mit dem Laufrad heimgefahren, über eine riesige Kreuzung und dann noch 1 weitere Ampel. Zum Glück war lockdown und dementsprechend weniger Verkehr. Er hatte da einen riesigen Schutzengel.
    Mein Partner war den restlichen Nachmittag krank, die große Angst hatte ihm sehr zugesetzt.
  • cornicorni

    Posts: 4,829

    Wie schrecklich @LovelyMum 😭😭😭
    Ich glaub, ich wäre durchgedreht 😱

    Uns ist im September-Urlaub Theresa kurz abhanden gekommen. Auch am Strand, in Caorle 😬 Wir hatten uns mit einer befreundeten Familie an einem anderen Strandabschnitt getroffen und getratscht. Ich hab zwar immer geschaut, was die Kinder (insg. 4) machen, aber war dann kurz unaufmerksam und zack, war sie weg.
    Zuersr hab ich auch gleich aufs Wasser geschaut - wir standen direkt am Wasser, Kinder haben am Ufer Sand gespielt. Im Wasser war sie nicht, am Ufer entlang auch nicht.
    Also irgendwo bei den tausend Schirmen... Mein Mann ist dann einfach mal geradeaus rauf gegangen und da ist sie ihm schon entgegengekommen und hat gefragt, wo unsere Liegen sind, weil sie was holen wollte.
    Ich glaub, es waren max.2 Minuten, aber die haben sich wie eine Ewigkeit angefühlt 😔
  • Phu eure Kinder - verloren Geschichten sind heftig 😲😣 gut das keinem was passiert ist.

    Ich hab meinen Sohn auch schon mal verloren... In einem kleinem Bekleidungsgeschäft. Ich gleich mal durchs ganze Geschäft geschrien, raus gelaufen zum Parkplatz (war eine Einkaufsmeile) die Leute haben gleich alle mitgeholfen beim suchen. Als ich wieder rein bin ins Geschäft ging hinten die Lagertür auf und mein Kind kommt raus 🙈 da ist er mir danach nicht mehr von der Seite gewichen an dem Tag 😅 ist nun aber schon locker 1-2 Jahre her.

    Letztens beim Hofer ist er mir raus gelaufen als ich grad beim Zahlen war... Also er hat es sich wohl nicht so lange gemerkt.
  • NastyNasty

    Posts: 8,237

    edited 15. Januar, 16:22
    Basti hat auf die Herdplatte gegriffen 🙈 so schnell konnt ich gar nicht schauen.
    Halbe Handfläche beim Daumen. Er wusste nicht das ich Eier gekocht hatte und die Platte noch heiss war.

    Hand gleich in Rahm gesteckt. Ich hoffe es bildet sich keine zu grosse Blase und es lässt sich zum schlafen gehen dann ein bissl einpacken. Bis dahin kühlen wir mal.
    Nachbarin hatte zum Glück originalverpackte Bepanthen daheim.

    Zwar kein Blut- aber Verbrennungen sind hat wirklich ein Aua😥des Kind kann kreischen 😱 des glaubt mir keiner. Ich wär fast umgekippt vor Schreck.
  • @Nasty oh je, das kenn ich aus eigener Erfahrung. Und das gleich 2x!
    Nico hat bei mir auf der Arbeitsplatte gesessen und mir beim Kochen zugesehen. Dann musste ich das Nudelwasser wegleeren und er beugt sich über die Herdplatte und stützt sich mit der einen Hand drauf.
    Gleich zum Arzt, der hat und die spezielle Brandsalbe Flamazin gegeben, nach ein paar Tagen wars wieder gut.
    2 Wochen später, will er auf einen Sessel und sich zur Arbeitsplatte hoch ziehen... griff diesmal mit der anderen Hand auf die noch heiße Herdplatte. Diesmal wusste ich ja, was zu tun war und sofort mit der Brandsalbe eingeschmiert.
    Gute Besserung an Basti!
  • NastyNasty

    Posts: 8,237

    @LovelyMum
    Bei Raffi und Janin ist ähnliches passiert als sie noch klein waren.
    Aber jetzt mit fast 4,5 hab ich irgendwie gar nicht damit gerechnet. In dem Moment wo ich sagen will - der Herd ist noch heiss, wars schon passiert.

    Haben das ganze jetzt schon eingeschmiert und einen dünnen Verband drüber. Schaut nicht sooo schlimm aus.
  • taisimtaisim

    Posts: 3,313

    @Nasty gute Besserung 🍀
  • itchifyitchify

    Posts: 2,003

    @Nasty Gute Besserung! Puh so ein Schock, ich glaub ich wäre ins Krankenhaus gefahren wenn das am Wochenende passiert. :o Hatten wir zum Glück noch nicht den Fall, guter Grund mir gleich die richtigen Sachen heimzuholen.
  • NastyNasty

    Posts: 8,237

    @itchify als gelernter Koch hat mein Mann so seine Erfahrungen mit Verbrennungen.
    Bei einer (Kinder)handvoll kanns auch noch nicht zu einem Schock kommen.
    Da brauchts eine gewisse Fläche das man tatsächlich ins Kh soll.

    Es schaut übringens heute schön aus. Eine kleine Blase ist zwar unter dem Daumen, aber der Rest ist ok
  • oh, genau der richtige Thread für mich 😅

    Mein Sohn ging schon des öfteren verloren oder riss sich von der Hand los und lief zB über den vollen Interspar Parkplatz oder im Hallenbad plumpste er ins nächstgelegene Becken

    Er ging im Haus des Meeres verloren und wir suchten ihn ca 30. Minuten lang - zum Glück nahm er nicht die Vordertür, weil da hätten wir ihn wohl nicht wieder gefunden. Nach einer halben Stunde hat mein Mann ihn auf der Feuertreppe gefunden 🙈

    Schlimmste Kranken- und Verletzungsgeschichten sind wohl: meine Tochter stürzte mit etwas über 1 Jahr von Hochstuhl - dieses Weinen werde ich wohl nie vergessen
    Meine Kinder sind ziemliche Draufgänger, deshalb fallen sie des öfteren mal wo runter, aber da wusste ich sofort, dass etwas Schlimmes war.
    Hab meinen Mann angerufen, dass er nach Hause kam und bin mit ihr ins KH, wo wir dann 5 Tage wegen einer Schädelfraktur stationär waren.

    Aber der allerschlimmste Schockmoment war, als mein Sohn die Diagnose Purpura-Schönlein-Henoch (Autoimmunerkrankung) bekam.
    Diese Ungewissheit, diese Machtlosigkeit, diese Frage "Warum gerade mein Kind?" wünsche ich niemandem.
    Wir waren insgesamt 18 Tage stationär im KH und mit wir meine ich meinen Sohn (damals 2), mich und meine damals 4 Monate alte Tochter.
    Das eigene Kind so zu sehen und nichts machen zu können, nicht helfen zu können ist einfach schrecklich.
    Was blieb ist eine Nephritis und er muss immer noch, 2 Jahre später, täglich Medikamente nehmen
  • @PrincessSunshine muss er denn viele Medikamente nehmen. Unsere Nichte war ja ein halbes Jahr wegen Purpura Sch. Henoch ich im Krankenhaus in Quarantäne und nimmt nun 3 Jahre später immer noch 15 Medikamente täglich.
  • @MagicMoment Nein, gsD nur eines zu Schutz der Niere - es ist eig ein Blutdruckmedikament (ACE Hemmer) mit der Zusatzwirkung halt

    aber es schaut nicht so aus als würden wir das mal loswerden - zumindest ist er jetzt mal stabil mit der Mikrohämaturie und Proteinurie
    wir hätten die Möglichkeit einer Nierenbiopsie zur Abklärung ob er sie braucht oder ob sonst die Nieren aufgeben 😔
    Aber so groß ist der Leidensdruck doch noch nicht, dass ich ihn da aufschneiden lass
  • @PrincessSunshine das klingt ganz gut, auch wenn ich natürlich verstehe, dass man lieber ohne dem auskommen möchte. Alles Liebe!
  • @PrincessSunshine oh mann ... ich hab grad nachgelesen über die Krankheit.
    Ich drück euch ganz fest die Daumen dass es mit dem aktuell guten Verlauf so bleibt!
  • @claudsch1980 danke, wir leben jetzt damit und er nimmt seine Medis auch ohne Drama - ich hoff halt immer noch, dass es irgendwann besser wird und er ned irgendwann streikt

    man fühlt sich halt so machtlos
  • NastyNasty

    Posts: 8,237

    @PrincessSunshine wenn ich sowas les bin ich immer dankbar das wir keine Krankheit haben sondern nur eine Behinderung. (Kommt dann in Folge zwar auch zu der ein onder anderen Folgeerkrankung) aber im grossen und ganzen kann ich mich echt glücklich schätzen.

    Ich hoffe das euer Verkauf so mild bleibt und vor allem das Junior das gut verarbeitet und auch später damit zurecht kommt. Ich glaub es ist ein Vorteil wenn es die Kinder so früh trifft und damit gross werden. So hat es doch eine Art Normalität für sie. Als Teenager wäre eine plötzliche Krankheit oder Behinderung durch Unfall viel schlimmer.
    Aber du hast bestimmt auch gemerkt das man in allem Elend noch was positives finden kann.
  • @nasty ist glaub ich beides nicht lustig, aber ja man wächst mit seinen Aufgaben

    Ich bin nur froh, dass wir vor Corona im KH waren, also noch Besuch bekommen durften und auch ab und zu ums Krankenhaus spazieren. Da hab ich nach 5 Tagen Isolation mit meiner Tochter schon fast einen Vogel gekriegt 😅
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