Fondsgebundene Lebensversicherung - eure Erfahrungen? Ist das sinnvoll?

Ihr Lieben!
Ich habe mich in den letzten Monaten endlich einmal näher mit meinen Versicherungen, Finanzen usw. auseinandergesetzt. Das hat bisher eher mein Mann erledigt, aber ich wollte mich da nun auch selbst besser auskennen. Meine Versicherungen sind jetzt alle auf einem Stand, dass wirklich das versichert ist was ich brauche - nicht zu viel und nicht zu wenig. Und was die Finanzen betrifft habe ich, glaube ich, einen guten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, die es gibt, weiß aber noch nicht so genau was das Richtige für mich ist. Ich will da aktiv nicht viel machen müssen, aber doch bessere Erträge erzielen, als wie wenn das Geld nur am Sparbuch liegt. Mein Versicherungsberater hat mir dann eine fondsgebundene Lebensversicherung vorgeschlagen. Habt ihr damit Erfahrungen? Was ich so mitbekommen habe, gehen da die Meinungen sehr auseinander... Hat jemand von euch eine fondsgebundene Lebensversicherung oder kennt jemanden der eine hat? Warum habt ihr euch dafür entschieden und auf welche Punkte sollte man dabei achten? Danke schonmal für euren Input :-)

Kommentare

  • Das wirft alles weniger ab als die Inflation ausmacht. Schau dir eher ETFs an. Gegen Gebühr gibt es gemanagte ETFs, so daß man selber nicht viel tun muß.
  • Hey, erstmal Respekt, dass du deine Finanzen und Versicherungen selbst in die Hand nimmst, ist echt ein super Gefühl, wenn man da endlich mal den Durchblick hat, ich spreche aus erfahrung. Das Thema fondsgebundene Lebensversicherung wird tatsächlich mega kontrovers diskutiert was ich so mitbekommn habe. Wir sind bei der Helvetia und wir haben so eine fondsgebundene Lebensversicherung abgeschlossen. Wir sind bisher echt zufrieden damit, für uns war damals einfach der Hauptgrund, dass wir genau wie du da selber nicht so drauf achten wollten, uns ständig aktiv um Aktien oder Kurse zu kümmern, aber das Geld auf dem Sparbuch eben wegen der Inflation nur an Wert verliert.
  • Danke für eure Antworten.

    @melly210 Warum meinst du, dass auch eine fondsgebundene Lebensversicherung weniger abwirft als die Inflation? Ich dachte eher, dass das bei Sparbüchern, Bausparverträgen Festgeld usw. der Fall ist. Bei Fonds ist es natürlich kursabhängig, aber was ich gelesen habe, bringt das auf alle Fälle mehr, wenn man langfristig sein Geld anlegen will. Kläre mich bitte gerne auf, wenn ich da falsch informiert bin.

    @sweetie123 Danke für deinen Zuspruch. Es fällt mir gar nicht so leicht zuzugeben, dass ich da in den letzten Jahren eher nachlässig war, aber gleichzeitig ist es ein gutes Gefühl, dass ich mich da jetzt auch selbst immer besser auskenne :smile:
    Wie seid ihr den vorgegangen beim Abschluss der Versicherung und der Informationsphase davor? Und was war, abgesehen davon, dass man sich nicht selbst um so viel kümmern muss, das ausschlaggebende Kriterium, dass ihr euch dafür entschieden habt? Also, warum diese Versicherung und nicht eine andere oder überhaupt etwas ganz anderes?
  • doppeljackpotdoppeljackpot

    Posts: 4,490

    edited 31. August, 10:55
    Ich muss sagen wir haben einiges davon, aber schon ewig....die letzten Jahre waren wir eh mit Hausbau beschäftigt, da blieb net ganz soviel übrig.

    Jetzt wollen wir eher wieder tatsächlich Aktien kaufen. Also neben den Lebensversicherungen die wir eben schon ewig haben.

    Denke man sollte sein Geld immer in div Sachen anlegen, nur eins ist immer blöd.
    Und ja man kann auch ruhig ein Sparkonto haben, aber halt nicht nur.

    Bzw. Muss ich sagen das ich doch lieber wieder was kaufe (Wohnung, grundstück) als "nur" Wertpapiere....aber für das müssen wir noch etwas bei den Aktien spekulieren das da wieder ein passendes startkapital da ist.
    Bzw die Kids etwas älter werden, damit wir wissen was sinnvoll wäre. Unsere Altbauwohnung ist ja nicht so gut zum vermieten (mietrechtsgesetz, da bleibt eigentlich kaum was übrig)
  • @sunshine_mum je konservativer angelegt wird, wie eben die Lebensversicherungen, desto geringer ist auch der Gewinn. Dazu kommen bei den Versicherungen auch noch hohe Verwaltungskosten. Unter Strich bleibt halt nicht viel über. Es gibt aber etliche Vergleichsrechner bei denen du das genau sehen kannst, google mal danach.
  • @sunshine_mum Ich hab ein paar Jahre in einer Abwicklungsabteilung einer Lebensversicherung gearbeitet. Erkundige dich zu Abschlusskosten (insbesondere wie viel Provision gleich zu Beginn fließt), Rückkaufswerten und prüfe ob die Versicherung eine Ablebenskomponente enthält (und ob die brauchst, sie kostet Geld, das nicht veranlagt wird).

    Wenn es dir rein um den Geldanlage Aspekt geht, informiere dich alternativ selbst über ETFs und prüfe welches Modell dir mehr zusagt. Beachte dabei die Punkte Risikostreuung, Produktkosten, Steuern und Flexibilität/Zugriff auf dein Geld während und am Ende der Laufzeit (was passiert wenn am Ende der Versicherungslaufzeit der Markt am Boden ist, musst du kündigen und den geringen Wert nehmen oder kannst du warten bis sich der Markt erholt)

    Die AI deiner Wahl kann helfen einen schnellen Überblick zu bekommen.
  • Das Thema Sparen und Vorsorge finde ich sehr spannend und bin ebenfallen dran, da und dort etwas Geld vom Konto abzuzweigen von Sparkarte , Bausparer, Bundesschatz Lebensversicherung.
    Das sind natürlich lauter sichere Sachen wo nicht viel Zinsen abspringen.

    Das Thema ETF fand ich damals schon im Babyform sehr interessant, habe mich aber aus Zeitmangel noch immer nicht durchgerungen mir etwas in der Richtung zu Suchen und mich nochmals näher damit zu befassen.

    Angefangen ist schon bei mir schon so ob man dieses ETF Konto am Handy oder am PC haben soll.

    Welcher Anbieter ist gut? Homepage oder App
    auf was genau soll man bei ETFs schauen?
    Kann man sie wechseln wenn der Kurs sinkt?
    Soll man wechseln wenn er sinkt oder eher das aussitzen
    Ab welchen Betrag ist es sinnvoll ein ein zu legen?
    Einmal oder Ansparform?
    Eigentlich sollte ja jetzt wo die zinsen Zinsen ja besser sein ETFs zu kaufen oder?
    Wenn Ihr ETFs habt wie lange hab ihr diese schon und wie hat sich der Kurs oder Einlage geändert (Wenn ihr es sagen wollt)
    Welche ETFs habt ihr sichere oder welche mit Wagnis (Fonds gebunden, Aktien oder gemischt)

    ich würde gerne das Thema vertiefen, wenn noch andere Interesse haben?

    lg Petra
  • @sunshine_mum mach dir keinen Kopf wegen der Nachlässigkeit davor, fast jeder schiebt das Thema ewig vor sich her, bis es irgendwann einmal Klick macht. Umso besser, dass du es jetzt angepackt hast. Bei uns war die Informationsphase damals ehrlich gesagt ein kleiner Prozess. Das ausschlaggebende Kriterium für genau dieses Produkt, und gegen ein reines, selbstverwaltetes ETF-Depot, war eben dass wir selber uns nicht so umschauen müssen aber auch ganz klar das Thema Disziplin gepaart mit dem Steuervorteil. Wenn man es komplett privat macht, ist die Versuchung in Krisenzeiten oder bei spontanen Wünschen einfach viel größer, doch mal schnell Geld rauszuziehen oder den Sparplan zu pausieren. Der Vertragsrahmen gibt uns da eine gesunde Hürde und eine feste Struktur, die wir im Alltag einfach durchlaufen lassen, ohne groß drüber nachzudenken.
  • @PetraM
    1. Depot
    Für Wertpapiere, wie einen ETF, braucht man ein Depot. Das kann man bei einer Bank eröffnen. Ob man dann die App oder Homepage nutzt ist Geschmackssache. Google "Vergleich Online Depots Österreich", und such nach einer aktuellen Preisübersicht über Depots.

    Du willst keine Depotführungsgebühr und möglich geringe Kaufkosten. Überleg dir wie oft du Wertpapiere kaufen/verkaufen möchtest und welche Preisstruktur am besten zu dir passt. Wenn du monatlich sparen willst, ist ein Anbieter mit günstigen Sparplänen vorteilhaft.

    Als ich vor Jahren geschaut hab war Flatex gut, das hat sich wahrscheinlich nicht wesentlich geändert. Die Erste auch aktuell lebenslang keine Depotführungsgebühr.

    Depoteröffnung geht idR leicht und schnell.

    2. Sparziele definieren
    Für wie lange willst du welchen Betrag für welchen Zweck anlegen und wieviel Risiko ist für dich ok?

    Davon hängt ab, ob ein ETF für dich überhaupt geeignet ist.
    Wenn die Antwort ist: Anlage Horizont ist größer 10 Jahre und Ich verstehe, was es bedeutet in Aktien zu investieren (keine fixen Zinsen, Kursschwankungen und -abstürze möglich), kommt ETF für dich in Frage.

    Bei dem Teil sollte man sich wirklich grundsätzlich vorab Gedanken machen. Ohne hier eine Antwort für sich zu haben, kann man nicht sagen, welche Anlageform geeignet ist.

    3. Ggf ETF auswählen
    Ein klassisches passives Investment will breite Streuung (zB All world ETF), geringe Kosten (niedrige TER).

    Wann du verkaufst hängt von deiner Anlagestrategie ab. Wenn du kein aktives Trading betreibst, sondern ansparst, ist der Kurs für dich vorerst irrelevant. Einen breit gestreuten ETF verkauft man nicht bei fallenden Kursen. Man bleibt investiert solange bis das Anlageziel erreicht ist und überlegt rechtzeitig wie die Entsparphase aussehen soll.

    Wenn ich deine Fragen lese, empfehle ich noch Mal den Unterschied zwischen Aktienfonds und ETF zu recherchieren.

    Beim ersten Kauf braucht man vielleicht ein bisschen um sich mit allem zurecht zu finden. Aber man hat es schnell raus.
  • itchifyitchify

    Posts: 4,427

    edited 1. September, 13:31
    Ich hab auch ETFs und eine reine Ablebensversicherung.

    @PetraM ich hab ETFs bei Flatex, mittlerweile ist TradeRepublic aber besser glaub ich. Geht am Handy und PC. Ich hab einen monatlichen Sparplan. Am Anfang wollte ich eine größere Summe reingeben, da hab ich den Sparplan ein paar Monate erhöht.

    Madame Moneypenny ist ein gutes Einsteigerbuch. (Liest sich schnell wie ein Roman) Auf justetf kann man die ETFs gut vergleichen.
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